Das anspruchsvollste Mountainbike-Etappenrennen Österreichs wartete bereits auf der ersten von vier Etappen mit Tücken auf: Die ursprünglich vorgesehen 42 km mit 2000 Höhenmetern wurde kurzfristig auf 72 km und 2600 km erhöht. „Laut unseren technischen Instrumenten war die Etappe sogar 92 km lang“, war Bernd Wagner nach dem Zieleinlauf erstaunt. Der Exekutivbeamte startet in der Sportklasse („Amateure“) und holte sich den starken fünften Platz.
Noch besser erging es den beiden Elite-Fahrern Kaindl und Müller. „Wir haben uns gut ergänzt und sind gemeinsam in einem starken Paket unterwegs gewesen“, schilderte Müller nach dem Rennen. Am letzten Anstieg, bei dem auf die Fahrer noch einmal 600 Höhenmeter warteten, hatte der Mountainbike-Weltcup-Erfahrene Kaindl mehr Kraftreserven und holte mit einer Zeit von 4:06,47 Stunden Platz 13. in der Elite-Wertung. Fünf Minuten hinter ihm klassierte sich Gernot Müller auf dem tollen Platz 15. „Auf dem letzten Anstieg hatte ich bereits Krämpfe im Finger, alles war taub. Gott sei dank ging es nicht mehr bergab, denn bremsen hätte ich auf keinen Fall mehr gekonnt“, war Jürgen Kaindl nach dem Zieleinlauf sichtlich von den Strapazen gezeichnet.
Nach dem ersten Tag liegt das Team Mostviertel – RC Tretlager inmitten von Profis aus Belgien, Italien, Tschechien, und der Slowakei auf dem tollen 7. Rang in der Mannschaftswertung.
Schlecht erging es dem österreichischen Mitfavoriten Heinz Verbnjak: Er stürzte beim Zielsprung so unglücklich, dass er sich zwar noch als Etappensieger über die Ziellinie schleppen konnte, zog sich dabei aber eine schwere Schulterverletzung zu und kann nicht mehr weiterfahren.